Sarah Süß
  • Blog
  • Über mich
  • Meine Ziele und Themen
    • Wirtschaft und Infrastruktur
    • Familie und Bildung
    • Verkehr und Mobilität
    • Wohnen und Bauen
    • Kultur und Gesellschaft
    • Klima und Nachhaltigkeit
  • Kontakt
  • Suche
  • Menü Menü
  • Facebook
  • Instagram
  • WhatsApp

Autofreier Kirchplatz: Diskussion um Aufenthaltsqualität und Verkehr

Der Kirchplatz ist ein zentraler Ort in Steinhagen. Hier treffen sich Menschen, hier pulsiert das Leben im Ortskern – und genau deshalb stellt sich immer wieder die Frage: Wie können wir diesen Raum noch lebenswerter gestalten?
In der vergangenen Sitzung des Ausschusses für öffentliche Sicherheit und Ordnung stand dazu ein konkreter Antrag der Grünen auf der Tagesordnung. Ziel: den Kirchplatz künftig autofrei zu gestalten und damit die Aufenthaltsqualität rund um die Kirche deutlich zu verbessern.

Viele Wege führen zum Ziel

Die Diskussion hat gezeigt: Es gibt nicht die eine Lösung, sondern verschiedene denkbare Ansätze.
Von einer rein verkehrsrechtlichen Regelung über Beschilderung, über feste oder versenkbare Poller bis hin zu modernen Sicherheitspollern, die gleichzeitig auch bei Veranstaltungen eingesetzt werden könnten – die Bandbreite ist groß.

Die Verwaltung hat daher vorgeschlagen, diese Varianten zunächst im Detail zu prüfen. Ein sinnvoller Schritt, denn jede Lösung bringt unterschiedliche Auswirkungen mit sich – auf Sicherheit, Nutzbarkeit und Kosten.

Bedenken aus dem Ortskern ernst nehmen

Besonders wichtig war mir in der Diskussion ein Punkt: die Perspektive der ansässigen Einzelhändler.

In der Sitzung haben sie sehr deutlich gemacht, dass viele ihrer Kundinnen und Kunden auf eine direkte Erreichbarkeit mit dem Auto angewiesen sind. Gerade bei Angeboten wie der Fußpflege kommen Menschen, für die längere Wege vom Parkplatz schlicht nicht machbar sind.

Diese Hinweise dürfen wir nicht ignorieren. Eine lebendige Ortsmitte lebt nicht nur von schönen Plätzen, sondern auch von funktionierenden Geschäften.

Mein Vorschlag: Gemeinsam und schrittweise vorgehen

Deshalb habe ich vorgeschlagen, einen Mittelweg zu gehen: Die Einzelhändler aktiv in den weiteren Prozess einzubeziehen und zunächst eine zeitweise autofreie Lösung zu prüfen.

Konkret bedeutet das: Außerhalb der Öffnungszeiten – also in den Abendstunden und am Wochenende – könnte der Kirchplatz autofrei werden. So ließe sich die Aufenthaltsqualität deutlich steigern, insbesondere für Familien und für Veranstaltungen. Gleichzeitig blieben die Geschäfte in ihren Kernzeiten uneingeschränkt erreichbar. Ein pragmatischer Ansatz, der beide Seiten berücksichtigt.

Knappe politische Entscheidung

Bei der Abstimmung über den Prüfauftrag kam es schließlich zu einem Patt: SPD und Grüne stimmten dafür, CDU und FDP dagegen. Das Ergebnis: Stimmengleichheit – und damit ist der Antrag formal abgelehnt.

Für mich ist klar: Das Thema geht weiter

Auch wenn der Antrag in dieser Sitzung keine Mehrheit gefunden hat, ist für mich klar:
Das Thema ist nicht vom Tisch. Mehr Aufenthaltsqualität in unserem Ortskern ist ein wichtiges Ziel – für Familien, für Begegnung, für die Attraktivität unserer Gemeinde insgesamt. Ich bin überzeugt: Die Diskussion wird weitergehen. Und ich bin sicher, dass auch die Fraktionen SPD und Grünen dieses Anliegen weiterverfolgen werden.

Denn am Ende geht es um eine zentrale Frage: Wie gestalten wir unseren Ortskern so, dass er für alle funktioniert – und zugleich ein Ort ist, an dem man sich gerne aufhält? Daran sollten wir gemeinsam weiterarbeiten.

Mittagessen: Mensagebühren steigen leicht anEiersuche in Dorf: Über 80 tolle Gewinne bei der Ostereieraktion
Nach oben scrollen