Verkehrszählung auf der Bielefelder Straße: Ergebnisse und Folgen

Im August des vergangenen Jahres hat der Bauausschuss beschlossen: Es soll Verkehrszählungen auf der L778 – der Bielefelder Straße – geben. Jetzt liegen die Ergebnisse der durchgeführten Zählungen und eine Auswertung vor. Deshalb wollen wir den Landesbetrieb Straßen NRW, der Baulastträger und damit zuständig für die Straße ist nun auffordern, die geplante Radverkehrsführung zu überarbeiten.

Die Ausgangslage

Die Bielefelder Straße soll saniert werden. Dies geschieht nicht durch die Gemeinde, sondern durch das Land NRW, weil es sich um eine Landesstraße handelt. Als Gemeinde ist uns aber daran gelegen, dass die Straße nach unseren Vorstellungen saniert wird.

Platz für Radverkehr

Daher hat die Gemeinde Steinhagen einen Katalog von 14 Punkten mit Anregungen und Forderungen an Straßen NRW übersandt. Ein wichtiger Aspekt: Der Radverkehr soll zukünftig bestenfalls auf dem Hochboard, mindestens aber auf einem separaten Geh-/Radweg – also getrennt von der restlichen Straße stattfinden. Der Grund liegt auf der Hand. Die Bielefelder Straße fungiert seit Eröffnung der A33 als Autobahnzubringer und ist stark befahren. Für Radfahrende ist es auf der Straße zu eng und nicht ungefährlich, dies hat bereits eine Fahrraddemo mit vielen Teilnehmenden gezeigt. Diesen Wunsch der Gemeinde hat das Land bislang abgelehnt, geplant sind lediglich Schutzstreifen auf der Fahrbahn.

Ergebnis der Verkehrszählung

Im Dezember haben die von der Gemeinde in Auftrag gegebenen Verkehrszählungen an verschiedenen Abschnitten der Bielefelder Straße stattgefunden. Ergebnis: Im Feierabendverkehr zwischen 16 und 17 Uhr sind bis zu 1500 Fahrzeuge gezählt worden. Einzelne Abschnitte werden am Tag von 800 LKW durchfahren. Insgesamt macht der Schwerlastverkehr zu bestimmten Zeiten rund 12 % des gesamten Verkehrs aus.

Damit liegt die Verkehrsbelastung im gesamten Abschnitt der Ortsdurchfahrt, also „unterhalb“ der A33 deutlich über den im Rahmen des Autobahnbaus prognostizierten Werten. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass die Verkehrsbelastung aufgrund des pandemiebedingten Lockdowns zum Zeitpunkt der Messung geringer gewesen ist, als im Normalzustand.

Die Belastung spricht zumindest für die Bereiche „unterhalb“ der A33 deutlich gegen eine Radwegeführung auf Schutzstreifen, wie von Straßen NRW angestrebt.

Sichere Radwege sind nötig!

Die Gemeinde plant Straßen NRW aufzufordern das Sanierungskonzept aufgrund der Ergebnisse zu überarbeiten. Dies wird der Politik im Bauausschuss am kommenden Donnerstag vorgeschlagen. Die vorliegenden Zahlen bieten der Gemeinde nun neue Argumente in der Verhandlung mit Straßen NRW.

Ziel muss eine sichere Radwegeführung auf der Bielefelder Straße sein!

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