Heimische Wirtschaft: Betriebsbesichtigung bei Garten- und Landschaftsbau Eggert
Vor einigen Tagen hatte ich die Gelegenheit, den Garten- und Landschaftsbaubetrieb Eggert in Steinhagen persönlich zu besichtigen. Dabei wurde schnell deutlich: Hier wird nicht nur Grün gepflegt – hier wird auch unternehmerischer Einsatz mit Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft verbunden.
Seit rund zehn Jahren betreibt Christian Eggert den Betrieb an der Queller Straße. Doch aktuell steht dieser Standort in Frage. Eine sofortige Einstellung der Nutzung – wie sie die Bauaufsichtsbehörde in einem Schreiben gefordert hat – würde nicht nur den Betrieb selbst, sondern auch die Arbeitsplätze akut gefährden.
Verlässlicher Partner für Region und Umwelt
Der Betrieb verarbeitet nicht nur Grünabfälle, sondern trägt damit aktiv zur Energiegewinnung bei. Aus den gesammelten Materialien entsteht Strom oder Wärme – ein nachhaltiger Kreislauf direkt vor Ort. Gleichzeitig ist die Firma Eggert ein zuverlässiger Partner für viele heimische Unternehmen und Institutionen. Die Gemeinde Steinhagen und auch der Kreis Gütersloh arbeiten in verschiedenen Bereichen mit dem Betrieb zusammen.
Doch der Standort ist nicht gesichert
Das bestehende Materiallager am aktuellen Standort wird bereits seit Jahrzehnten genutzt – ursprünglich wohl als Baumschulfläche. Das Problem: Der aktuelle Standort hat keine baurechtliche Genehmigung. Zwar gab es bisher keinerlei Beschwerden aus der Nachbarschaft – doch nun wurde dem Betrieb von der Bauaufsicht die Einstellung der Nutzung angedroht. Das hätte gravierende Folgen: Der Betrieb wäre in seiner Existenz bedroht, die Arbeitsplätze gefährdet, und auch die lokale Entsorgungsstruktur würde geschwächt.
Perspektive für einen neuen Standort
Christian Eggert will seinen Betrieb weiterentwickeln und an einen neuen, genehmigten Standort verlagern. Er hat großes Interesse an einer Fläche im geplanten Gewerbegebiet Langebrede – auch an solchen Teilen, die durch die hohen Grundwasserstände nicht direkt bebaubar sind. Die könnte er ggf. als Lagerfläche nutzen. In Kombination mit dem geplanten Fernwärmewerk der Gemeindewerke Steinhagen könnte dort langfristig sogar eine innovative Symbiose entstehen.
Bis dahin braucht es allerdings noch Zeit: Der Rahmenplan für das Gewerbegebiet wird voraussichtlich Ende des Jahres beschlossen. Danach folgen weitere Planungsschritte. Ein realistischer Umzug wäre frühestens ab 2027 möglich. Und selbst wenn sofort Flächen verfügbar wären: Ein Umzug des Betriebs innerhalb der kurzen Frist wäre schlicht nich realistisch.
Mein Einsatz: Für eine pragmatische Lösung
Ich habe mich daher mit einem Schreiben an die zuständige Bauaufsicht gewandt, mit der Bitte, den Betrieb befristet zu dulden – als Übergangslösung, bis geeignete Flächen zur Verfügung stehen. Eine solche Duldung gab es in der Vergangenheit bereits im Gespräch mit dem Kreis – und sie ist aus meiner Sicht auch jetzt der richtige Weg.
Denn wir arbeiten intensiv daran, das neue Gewerbegebiet „Langebrede“ endlich zu entwickeln. Der Betrieb hat also eine klare Verlagerungsperspektive, es gab nie Beschwerden aus der Nachbarschaft – und die Region profitiert von seiner Arbeit.
Für mich ist klar: Wir müssen alles daransetzen, dass leistungsfähige, verlässliche Unternehmen in Steinhagen eine Zukunft haben. Das bedeutet auch, in besonderen Situationen unbürokratisch zu unterstützen – im Interesse der Betriebe, der Arbeitsplätze und unserer gesamten Gemeinde.
Denn was zählt, ist ein vernünftiger Umgang mit realen Herausforderungen. Christian Eggert trägt Verantwortung – für sein Team, für die Umwelt und für unsere Region. Ich finde, dieses Engagement verdient nicht bürokratische Hürden, sondern konstruktive Unterstützung.



