Erster Spatenstich: Neue Rettungswache an der Bahnhofstraße
Mit dem ersten Spatenstich ist in dieser Woche der Startschuss für ein bedeutendes Projekt gefallen: An der Bahnhofstraße entsteht die neue Rettungswache Steinhagen. Wenn alles nach Plan läuft, wird sie im Sommer 2027 ihren Betrieb aufnehmen und damit die Notfallversorgung in unserer Gemeinde nachhaltig stärken.
Gemeinsam mit Landrätin Ina Laukötter, Vertreterinnen und Vertretern des Kreises Gütersloh, dem Architekturbüro Hoffjohann sowie dem Rettungsdienst durfte ich den symbolischen Baubeginn begleiten.
Mehr Einsätze erfordern moderne Strukturen
Die neue Rettungswache ist eine wichtige Investition in die Sicherheit der Menschen in Steinhagen. Allein im vergangenen Jahr rückte der Rettungsdienst zu 2.160 Einsätzen aus – durchschnittlich fast sechs Mal am Tag. Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass die bisherigen räumlichen und organisatorischen Möglichkeiten nicht mehr ausreichen.
Künftig werden zwei Rettungswagen in Steinhagen stationiert sein. Gleichzeitig wird die Zahl der Mitarbeitenden von derzeit neun auf 15 erhöht. Damit wird die Notfallversorgung den steigenden Anforderungen der kommenden Jahre angepasst.
Ein Provisorium mit Ablaufdatum
Seit 2015 ist der Rettungswagen im Feuerwehrgerätehaus Amshausen untergebracht – ursprünglich als Übergangslösung. Inzwischen besteht dieses Provisorium bereits seit elf Jahren, davon seit acht Jahren im 24-Stunden-Betrieb.
Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst funktioniert hervorragend. Dennoch stoßen beide Einrichtungen längst an ihre räumlichen Grenzen. Der Neubau schafft deshalb nicht nur bessere Arbeitsbedingungen für die Rettungskräfte, sondern entlastet zugleich auch den Löschzug Amshausen, der die benötigten Flächen künftig wieder vollständig nutzen kann.
Nachhaltig geplant und zukunftsorientiert gebaut
Auf dem rund 4.500 Quadratmeter großen Grundstück an der Bahnhofstraße entsteht ein modernes Gebäude mit einer Nutzfläche von etwa 575 Quadratmetern. Neben funktionalen Arbeits- und Aufenthaltsbereichen werden auch Aspekte der Nachhaltigkeit konsequent berücksichtigt.
Geplant sind unter anderem eine Dachbegrünung, eine Photovoltaikanlage auf der Fahrzeughalle sowie eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zur Energieversorgung. Darüber hinaus werden große Teile des Grundstücks begrünt und das anfallende Oberflächenwasser kontrolliert versickert.
Der richtige Standort für schnelle Hilfe
Der neue Standort an der Bahnhofstraße bietet entscheidende Vorteile für den Rettungsdienst. Da er südlich der Bahnstrecke liegt, können mögliche Verzögerungen durch geschlossene Bahnschranken vermieden werden. So lassen sich die vorgeschriebenen Hilfsfristen noch zuverlässiger einhalten.
Nachdem die ursprünglich vorgesehene Fläche auf der gegenüberliegenden Straßenseite über Jahre nicht entwickelt werden konnte, haben Kreis und Gemeinde gemeinsam nach einer Alternative gesucht. Das nun genutzte Grundstück befand sich im Eigentum der Gemeinde und wurde Ende 2025 an den Kreis Gütersloh veräußert.
Vier Millionen Euro für mehr Sicherheit
Mit einem Investitionsvolumen von rund vier Millionen Euro setzt der Kreis Gütersloh ein deutliches Zeichen für die Zukunft des Rettungsdienstes. Die neue Rettungswache wird die Notfallversorgung in Steinhagen langfristig sichern und gleichzeitig attraktive Arbeitsbedingungen für die Einsatzkräfte schaffen.
Ich freue mich, dass dieses wichtige Projekt nun sichtbar Gestalt annimmt, und wünsche allen Beteiligten einen erfolgreichen Bauverlauf.



