Sarah Süß
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Kein Platz für Rassismus.

In dieser Woche hat auf dem Vorplatz unseres Rathauses eine private Geburtstagsfeier stattgefunden. “Rathaustreppe fegen” – eine schöne Tradition zum 30. Geburtstag. Im Nachgang haben uns Hinweise erreicht, dass einzelne Mitfeiernde aus der Gruppe heraus „Ausländer raus“ gesungen haben sollen.

Ich selbst habe diese Äußerungen nicht mitbekommen, ebenso wenig die noch anwesenden Kolleginnen und Kollegen aus dem Rathaus. Eines ist für mich aber völlig klar: Hätten wir davon Kenntnis gehabt, hätte ich von meinem Hausrecht Gebrauch gemacht und die Veranstaltung sofort beendet.

Rassistische und menschenverachtende Äußerungen haben in unserer Gemeinde keinen Platz. Und auf dem Vorplatz unseres Rathauses – einem Ort, der für unsere gesamte Gemeinde und alle Menschen, die hier leben, steht – erst recht nicht.

Wir nehmen die Hinweise deshalb sehr ernst und haben den Vorfall der Polizei gemeldet und den Staatsschutz eingeschaltet. Die weitere Aufklärung liegt nun bei den zuständigen Behörden.

Der Vorfall zeigt beispielhaft auf, wo uns Rassismus im Alltag begegnen kann – auch dort, wo wir ihn vielleicht nicht erwarten. Umso wichtiger ist es, aufmerksam zu sein, Haltung zu zeigen und deutlich zu widersprechen. Wegsehen oder Verharmlosen darf bei Rassismus keine Option sein.

Steinhagen ist eine vielfältige und weltoffene Gemeinde. Dafür stehe ich ein.

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