Sarah Süß
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Gue Neuigkeiten für den Radverkehr: Der Untere Steinweg wird eine Fahrradstraße

Der Untere Steinweg wird zur Fahrradstraße. Das hat der Ausschuss für öffentliche Sicherheit und Ordnung letzte Woche beschlossen. Damit setzen wir eine Idee um, über die in Steinhagen schon länger gesprochen wird – allerdings in einer weniger weitgehenden Variante als zuletzt öffentlich diskutiert.

Ein wichtiger Schulweg

Der Untere Steinweg ist eine wichtige Verbindung für den Radverkehr und insbesondere ein viel genutzter Schulweg. Deshalb beschäftigen wir uns schon länger mit der Frage, wie wir den Radverkehr dort sicherer und attraktiver machen können. Zuletzt hatte es einen übergreifenden Antrag aller Fraktionen gegeben.

Bislang waren die rechtlichen Voraussetzungen für die Einrichtung einer Fahrradstraße aufgrund der Verkehrszahlen nicht gegeben. Durch Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen ist das inzwischen anders.

Keine Sperrung für den Durchgangsverkehr

Besonders intensiv diskutiert wurde zuletzt eine Variante, bei der ein Teil des Unteren Steinwegs für den durchgehenden Autoverkehr gesperrt worden wäre. Autos hätten dann weiterhin von beiden Seiten einfahren können, um beispielsweise Wohnhäuser oder die Georg-Müller-Schule zu erreichen – eine komplette Durchfahrt wäre aber nicht mehr möglich gewesen.

Für den Radverkehr hätte diese Lösung sicherlich die größten Vorteile gebracht. Gleichzeitig gab es nachvollziehbare Sorgen von Anwohnerinnen und Anwohnern: vor allem mit Blick auf mögliche Verkehrsverlagerungen in die umliegenden Straßen und zusätzliche Umwege.

Der Ausschuss hat sich deshalb für einen anderen Weg entschieden.

Fahrradstraße – PKW frei

Der Untere Steinweg soll als klassische Fahrradstraße ausgewiesen werden, auf der der Autoverkehr weiterhin zugelassen bleibt.

Das bedeutet: Autos dürfen den Unteren Steinweg auch künftig vollständig befahren. Es gilt Tempo 30, der Radverkehr hat Vorrang und Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen auch nebeneinander fahren.

Gleichzeitig ändert sich die Vorfahrtsregelung. Der Untere Steinweg erhält gegenüber den einmündenden Straßen Vorrang. Dadurch soll die Verbindung auch für den Radverkehr komfortabler werden.

Ein Kompromiss mit klarer Verbesserung für den Radverkehr

Ich halte die beschlossene Variante für einen guten Weg. Wir stärken eine wichtige Rad- und Schulwegverbindung deutlich, ohne gleichzeitig eine komplette Sperrung für den Autoverkehr vorzunehmen.

Natürlich wird sich im Alltag zeigen müssen, wie die neue Regelung funktioniert. Entscheidend ist für mich, dass wir die Situation nach der Umsetzung im Blick behalten und schauen, wie sich das Miteinander von Rad- und Autoverkehr auf dem Unteren Steinweg entwickelt.

Mit der Fahrradstraße machen wir jedenfalls einen weiteren Schritt hin zu sicheren und attraktiven Verbindungen für den Radverkehr in Steinhagen – gerade dort, wo täglich viele Kinder und Jugendliche unterwegs sind.

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